2. Preis-Treiber: Warum Unternehmen unterschiedliche Fixpreise zahlen
Nicht jeder Kunde erhält denselben Strompreis im Fixpreis-Vertrag.
A. Die Perspektive des Energieversorgers(Skalen- & Portfolioeffekte)
Größere Versorger haben oft strukturelle Vorteile, die sie (theoretisch) an Sie weitergeben können:
Portfolio-Effekt (Netting): Wenn ein Kunde mehr Strom verbraucht als geplant und ein anderer weniger, kann sich das intern im Portfolio ausgleichen. Dadurch muss der Versorger seltener kurzfristig Strom am Spotmarkt nachkaufen.
Einkaufsmacht am Terminmarkt: Versorger, die große Strommengen handeln, erhalten häufig bessere Handels-Spreads als kleinere Anbieter oder Stadtwerke.
B. Die Perspektive Ihres Lastprofils
Nicht jeder Strom ist gleich viel wert. Für Energieversorger ist nicht nur die Menge relevant, sondern auch wann Strom verbraucht wird.
Günstig ist ein konstantes Lastprofil (Bandlieferung). Unternehmen, die 24/7 konstant Strom verbrauchen, können für den Versorger leicht und günstig über Base-Futures abgesichert werden.
Teuer sind stark schwankende Verbräuche oder schwer prognostizierbare Profile. Wenn Ihr Hauptverbrauch in die teuren Peak-Stunden fällt oder Sie unvorhersehbare Lastspitzen haben, muss der Versorger teurere Peak-Produkte und höhere Risikopuffer einpreisen.